Kontakt | Impressum | Datenschutz
Der Europäische Webmasterverband
Webmasters Europe
News Community Certification Business Network Know-how! WE
20.11.2008 Wenn der Kollege hustet...
Ulrike Walter
Version 1.00.01
Gelesen: 1091
Wie so oft bringt die Herbst- und Winterzeit eine Erkältung mit sich. Und wenn man dann in einem warmen Schulungsraum oder Büro mit vielen anderen Menschen zusammen sitzt, greift die Erkältung um sich. Da fragt man sich: „Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?“ Hier dazu ein paar Tipps:

Das Wichtigste ist das Händewaschen, vor allem vor den Mahlzeiten. Die Erkältungsviren werden entweder über die Luft durch Tröpfcheninfektion übertragen (Niesen und Husten) oder über Gegenstände, die vom Erkrankten angefasst werden (z.B. Türklinken). Niest also der Nachbar (und das möglichst mit vorgehaltener Hand), sollte man verhindern, diesen „Sprühnebel“ einzuatmen. Häufiges Lüften des Büros kann dabei helfen.

Lüften der Räume ist auf jeden Fall wichtig, da sich Viren gern bei warmen Temperaturen vermehren (am schnellsten vermehren sich Viren übrigens bei 33 Grad Celsius), die Schleimhäute der Atemwege bei überheizten Räumen austrocknen und dadurch eine Angriffsfläche für Viren bieten.

Oftmals wird eine Erkältung mit einer Grippe verwechselt. Eine Erkältung ist im Fachjargon ein „grippaler Infekt“ und hat mit der echten Grippe nichts zu tun. Beim grippalen Infekt lösen u.a. Coronaviren, Parainfluenzaviren, Rhinoviren, Enteroviren oder Adenoviren die Erkrankung aus. Die Grippe hingegen wird ausschließlich durch Influenzaviren übertragen und geht mit hohem Fieber und sehr starkem Krankheitsgefühl einher. Zusätzlich zu der Virusinfektion der Erkältung kann eine bakterielle Infektion auftreten, die an gelblichen eitrigen Sekreten im Nasen-Rachenraum zu erkennen ist. Nur bei solch einer zusätzlichen Infektion durch Bakterien können überhaupt Antibiotika helfen, gegen die Virusinfektion hilft ein Antibiotikum hingegen nicht. Das liegt daran, dass Viren keine eigenen Zellen sind, sondern Körperzellen als Wirt benutzen, um sich zu vermehren. Bakterien hingegen sind kleine Zellen mit einem eigenen Stoffwechsel, und bieten somit erst eine Angriffsfläche für ein Antibiotikum.

Die Erkältungsviren werden durch Abwehrzellen des Körpers bekämpft – hier spielt also unser Immunsystem eine große Rolle. Stress schwächt das Immunsystem, genauso wie ungesunde Ernährung mit wenig Vitaminen und Mineralstoffen (Fastfood, also Pizza und Co.). Im Herbst und Winter sollte man auf das Essen von Obst und Gemüse mit hohem Vitamin C Gehalt achten, auch Vitamin C Präparate sind geeignet (hochdosiert wird überschüssiges Vitamin C jedoch wieder ausgeschieden). Für eine Stärkung des Immunsystems kann man zur Abhärtung neben Wechselduschen regelmäßig die Sauna besuchen, allerdings nicht mehr dann, wenn sich eine Erkältung ankündigt und das Immunsystem gerade mit der Bekämpfung der Viren beschäftigt ist. Auch ist in diesem Fall Sport ungeeignet. Eine dem Wetter angepasste Kleidung verhindert Schwitzen oder Frieren an der frischen Luft.

Wenn die Nase läuft, ist das gar nicht so schlecht, da in den Schleimhäuten Entzündungsstoffe gebildet werden, die die Viren schädigen. Auch befördert der Schleim die Viren nach draußen. Verwenden Sie am besten Einmaltaschentücher (und die auch nur einmal), und waschen Sie sich die Hände nach dem Nasenputzen.

Die Reaktionen des Körpers auf eine Erkältung wie Schnupfen und Fieber sind also sinnvoll und sollten nicht vollständig unterdrückt werden. Erst wenn das Fieber sehr hoch ist und nicht zurückgeht und die Erkältungssymptome länger als 4 Wochen andauern, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Und wenn es Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erwischt hat, hier ein paar Tipps, wie die Erkältung schnell wieder weg geht:

Bei Schnupfen soll der Schleim ausgeschnäuzt werden, wobei jede Nasenseite einzeln gesäubert werden sollte, damit beim Schnäuzen kein Druck auf das Mittelohr ausgeübt wird.

Denken Sie an eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen (mindestens 60%) und eine zusätzliche Anfeuchtung der Schleimhäute mit einem wirkstofffreien Kochsalz-Nasenspray (9 g Kochsalz auf 100 ml abgekochtes Wasser; diese Lösung 1:10 verdünnen und mit einer Pipette in die Nase tropfen). Nasensprays hingegen, die gefäßverengend wirken, sollten Sie wenig bis gar nicht verwenden, da diese bei Daueranwendung die Nasenschleimhaut zerstören. Es versteht sich von selbst, während der Erkältung auf das Rauchen zu verzichten.

Um die Entzündung in der Nase zu lindern, hilft es, einen frischen Aufguss von Kamillenblütentee zu inhalieren – und das mehrmals täglich. Erkältungsbalsam unter die Nase gerieben, macht auch die Nase frei. Wenn der Schnupfen nach einiger Zeit auf die Nasennebenhöhen übergreift, sollte man zu einem Arzt gehen.

Bei Halsschmerzen ist es wie auch bei Schnupfen wichtig, am Tag viel zu trinken. Neben Wasser empfiehlt es sich, dreimal täglich eine Tasse Spitzwegerichkrauttee zu trinken. Auch ist Spitzwegerichsirup sehr wirkungsvoll. Salbei- oder Kamillentee wirken entzündungshemmend und können als frischer Aufguss mehrmals täglich gegurgelt werden. Halspastillen helfen zusätzlich, die Schmerzen zu bekämpfen und die Atemwege feucht zu halten.

Halten die Schmerzen länger als 5 Tage an, wenn Sie Fieber und Gliederschmerzen haben und sich im Hals Beläge bilden, suchen Sie einen Arzt auf.

Bei trockenem Reizhusten, der oft in Verbindung mit Hals- und Rachenschmerzen auftritt, sollte man mehrmals am Tag Tees trinken, die einen hohen Schleimstoffgehalt haben, also z.B.Bronchialtee, der Anis, Thymian und Lindenblüten enthält. Zusätzlich kann man mehrmals täglich die Dämpfe eines frischen Aufgusses mit Kamillenblütentee inhalieren und abends die Brust mit Bronchialbalsam einreiben.

Bei Husten mit zähflüssigem Sekret braucht man schleimlösende Medikamente. Bei eitrigen oder blutigen Auswurf müssen Sie jedoch zum Arzt.

Trinken Sie mehrmals täglich Tee mit Thymian, Primelwurzel und Spitzwegerich, um den Schleim zu lösen. Auch Kräuterhustentropfen auf Zucker oder Spitzwegerichsirup ist hilfreich, zusätzlich kann man zweimal täglich Japanisches Heilpflanzenöl inhalieren.

Abends macht ein Vollbad mit Thymiankraut die Atemwege frei: 100 g Thymiankraut mit 1 l kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten bedeckt ziehen lassen, abgießen und in das Badewasser geben. Badezeit ist 15 Minuten.

Leichtes Fieber (38 Grad Celsius) ist für die Genesung förderlich und sollte nicht unterdrückt werden. Steigt es jedoch über 39 Grad Celsius, muss es gesenkt werden. Wadenwickel wirken über eine Verdunstung des Wassers kühlend: dazu wickelt man feuchte Tücher um die Waden und nimmt sie nach 20 Minuten wieder ab.

Ein Tee aus Weidenrinde und mit Lindenblüten hilft gegen Schmerzen, alternativ nimmt man Paracetamol- oder Acetylsalicylsäuretabletten (Aspirin), die ebenso fiebersenkend wirken. Acetylsalicylsäuretabletten sind nicht gut magenverträglich, daher sollte man diese nur in Maßen und sowieso immer nur nach Vorschrift einnehmen. Trinkt man Lindenblütentee vor dem Schlafengehen, kann man im Bett eine Schwitzkur machen. Gegen Kopfschmerzen hilft das Einreiben der Schläfen mit Japanischem Heilpflanzenöl. Bleibt das Fieber mehrere Tage hoch, sollte man zu einem Arzt gehen.

----
Rezept für Holunder- und Lindenblüten Tee bei Erkältungen (45 g):
Alantwurzel: 9 g
Holunderblüten: 10 g
Lindenblüten: 10 g
Salbeiblätter: 4 g
Zitronenschale: 6 g
Zitronen-Verbene: 6 g

Dosierung: 1 Teelöffel auf eine Tasse, 7-10 Minuten bedeckt ziehen lassen, 3 Tassen täglich warm genießen.

----

Bleibt alle gesund!

Uli

 
0

Drucker geeignete Seite Sende diesen Artikel einem Freund

Know-how!

Wer ist online

7 Benutzer sind online.

Login

Benutzername:

Passwort:

Passwort vergessen? Jetzt registrieren!
Webhosting mit Host Europe